Holzanhänger und Märkte

Aktualisiert: 7. Okt.


Letztes Wochenende haben zwei Freunde mich eingeladen, beim Garagentrödel ein paar meiner Kreationen mit an ihrem Stand zu präsentieren. Dort habe ich hauptsächlich Holzanhänger mitgebracht, ein Projekt, mit dem ich letztes Jahr begonnen hatte. Ich hatte nicht damit gerechnet, am Sonntag nach Hause zu kommen und viel mehr von ihnen nachproduzieren zu müssen. Schließlich bin ich am 29. und 30. Oktober 2022 auf dem Hobby-Kunstmarkt in Düren präsent.

Ich empfinde diese Holzanhänger als eine gute Alternative zu den Leinwänden und größeren Bildern, die doch in der Regel im Hunderterbereich liegen. Außerdem kommen sie generell gut an und bereiten mir enorm viel Freude bei der Kreation. Man könnte es schon fast als spirituellen Prozess betrachten.

Die Energie, die ich gerade in Handarbeiten dieser Art hineinfließen lasse, ist mir nämlich besonders wichtig. So wichtig, dass ich gerne (es sei denn ich vergesse es *lach*) Kerzen und Räucherstäbchen anzünde, und wenn möglich davon absehe meinen Computer hochzufahren (wenn dieser an ist, zünde ich nicht so gerne Kerzen oder Räucherstäbchen an. Irgendwie fehlt mir dann die Stimmung). Es ist irgendwie meditativ.

Das Schöne an Märkten und Ausstellungen ist wirklich, die Menschen zu sehen, die sich für die Kunst interessieren und mit ihnen reden zu können. Wie bereits in meinem letzten Blogpost erwähnt, bin ich definitiv mehr introvertiert als extrovertiert, brauche sehr lange um mich an neue Gesichter zu gewöhnen und mit ihnen zu reden ohne dabei zu "versteifen", doch gefällt mir überraschender Weise dieser doch persönlichere Kontakt auf Märkten und Ausstellungen enorm gut.


Ich glaube, was mir gerade besonders wichtig ist, ist zu lernen, wieder zum Ursprung zurückzukehren, warum ich das hier alles mache und zu lernen, dass es keine richtige oder falsche Vorgehensweise gibt.


Wenn dein Weg für dich gut funktioniert, dann ist es egal, was andere Menschen davon halten oder ob andere Menschen denken, das sei nicht richtig. Solange es niemandem schadet, ist wichtig, dass du allein es für richtig empfindest.

Dein Leben, deine Entscheidung!


Ich muss auch lernen, mich als Künstler nicht mit Menschen zu vergleichen, die einen regulären Job haben. Ich glaube, dass viele Künstler dieses Problem kennen.

In Zukunft möchte ich noch mehr Märkte und Ausstellungen finden, auf denen ich meine Werke präsentieren kann. Nichts erfüllt mich mehr, als dem nachzugehen, was mir am meisten Freude bereitet, dem Malen und Zeichnen.


Für dieses Wochenende plane ich schlussendlich meinen Ausstieg aus Instagram. Ich kann es kaum abwarten, mich wieder auf Kunst zu konzentrieren sowie auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Menschen, Teil ihrer Projekte zu sein. Kennt ihr dieses Gefühl? Ihr fühlt euch, als wäre euch ein Stein vom Herzen gefallen? Es mag keine enorme Entscheidung sein, doch für mich ist sie ein wichtiger Schritt und ich freue mich wirklich auf das, was danach kommt.


Liebe Grüße

Dominique