Mein Erster Post + Gedanken über Social Media

Aktualisiert: 7. Okt.


Hallo und herzlich willkommen auf meiner Webseite. Ich bin Dominique, Künstlerin und Illustratorin aus Nordrhein-Westfalen.


Seit einer Weile habe ich das Bloggen, falls man es so nennen kann, eher vernachlässigt. Es könnte unter anderem daran liegen, dass ich früher meine Webseite lediglich auf Englisch betrieben habe. Ich kann zwar Englisch sprechen und verstehen, jedoch ist es einfach nicht meine Muttersprache. Meine Muttersprachen sind Deutsch und Französisch, weshalb ich vor gar nicht so langer Zeit entschieden habe, mich in meinem Dasein als Künstler nur auf diese zu konzentrieren. In den letzten Jahren (vor allem durch die Coronazeit, die doch einigen von uns mehr Zeit zum Nachdenken geboten hat), habe ich einiges über mich gelernt, unter anderem auch, wie ich mich als Künstlerin präsentieren möchte.


Als ich 2014 zum ersten Mal auf einem Weihnachtsmarkt meine Kunst präsentiert habe, saß ich hinter meinem Tisch, habe gezeichnet und nicht mehr als originale Bilder präsentiert. Mein Hauptbestand waren handbemalte Karten und kleine Aquarell Illustrationen bis zur Größe DIN A4. Die Freude, die ich in den Gesichtern der Besucher sah, war für mich unbezahlbar. Ich wusste in diesen Moment, dass es das ist, was ich fürs Leben machen möchte. Mit der Zeit und mit Social Media jedoch verlor ich ein wenig diese Magie, zu schaffen ohne Hintergedanken was andere tun oder was andere denken könnten. Ich fühlte mich verpflichtet, einen Instagram-Künstler Account zu öffnen, weil „es der Markt so verlangt“.

Ich dachte, ich müsste mehr „geplante“ Werke schaffen, weil es professioneller wirkt und verlor dabei das spontane Zeichnen, was ich mir so sehr angewöhnt hatte. Ich schien wie formatiert in einer Welt, die nicht zu mir passt. In den letzten beiden Jahren, aber vor allem seit letztem Jahr fühle ich, als würde ich zu meiner alten Art zu kreieren zurückfinden, sowie die Freude daran einfach zu sein wie ich bin und die Dinge anzugehen, wie ich sie für richtig halte, statt sie so anzugehen, wie ich meine, dass sie für richtig gehalten werden.

Letztes Jahr habe ich mich von Facebook getrennt und schließlich komme ich an den Punkt, wo ich gedenke, mich ebenfalls von Instagram und Twitter zu trennen. Wie bereits erwähnt, glaubte ich lange, dass ich als Künstler auf Social Media angewiesen sei, obwohl es sich nicht richtig anfühlte. Ich mag es einfach nicht. Der ganze Prozess entzieht mir die Energie. Als ich dieses Jahr vor der Entscheidung stand, die englische Übersetzung aus meiner Webseite zu entfernen, sagte mein Vater einen Satz wie, „Stelle dir die Frage, ob es dir mehr oder weniger gebracht hat. Wenn es dir nicht mehr gebracht hat, gibt es keinen Grund, daran zu hängen." Diese Lektion greife ich hier erneut auf. Je persönlicher der Kontakt zu denjenigen wird, die sich für meine Kunst interessieren, umso mehr habe ich Freude daran. Diesen Kontakt, den ich in meinem lokalen Umfeld, auf Märkten und Ausstellungen bekomme, bekomme ich nicht über Social Media.

Obwohl ich mehr introvertiert als extrovertiert bin, macht es mir Freude, über Blogposts zu schreiben.


Erwartet hier kein bestimmtes Timing, wann ein neuer Post hochgeladen wird! Betrachtet es viel mehr als kleine Briefe, wie man sie Freunden schreibt, in denen ich euch von Neuigkeiten berichte, damit wir uns ein wenig gegenseitig kennenlernen.


Ich freue mich aufs nächste Mal und wünsche euch einen schönen Tag.


Liebe Grüße Dominique